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Antriebstechnik

Nenndrehzahl

Die im Nennbetrieb festgelegte Drehzahl eines Motors oder Getriebes — angegeben in min⁻¹ (auch U/min oder rpm) und der Bezugspunkt für alle weiteren Leistungsdaten des Antriebs.

Definition

Die Nenndrehzahl ist die Drehzahl, bei der ein Elektromotor, ein Getriebe oder ein sonstiges rotierendes Antriebselement seine Nennleistung und sein Nennmoment unter festgelegten Nennbedingungen (Nennspannung, Nennfrequenz, Nennlast) dauerhaft erbringen kann. Sie ist auf dem Typenschild angegeben und dient als Auslegungsgrundlage für das gesamte Antriebssystem.

Bei Asynchronmotoren liegt die tatsächliche Drehzahl im Betrieb (Läuferdrehzahl) etwas unterhalb der synchronen Drehzahl — die Differenz wird als Schlupf bezeichnet. Bei Gleichstrommotoren und bürstenlosen Motoren kann die Nenndrehzahl direkt eingestellt werden. Die Abtriebsdrehzahl eines nachgeschalteten Getriebes ergibt sich aus Nenndrehzahl dividiert durch das Übersetzungsverhältnis.

Praxisrelevanz

Bei der Auslegung von Antriebssträngen müssen die Nenndrehzahlen aller Komponenten aufeinander abgestimmt sein. Ein Motor mit 1500 min⁻¹ kombiniert mit einem Getriebe i=10 ergibt eine Abtriebsdrehzahl von 150 min⁻¹. Abweichungen von der Nenndrehzahl beeinflussen Wirkungsgrad, Erwärmung und Lebensdauer der gesamten Antriebseinheit.

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