Übersetzungsverhältnis
Das Verhältnis von Antriebsdrehzahl zu Abtriebsdrehzahl (i = n₁/n₂) — die zentrale Kenngröße eines Getriebes, die bestimmt, wie stark Drehzahl reduziert und Drehmoment verstärkt wird.
Definition
Das Übersetzungsverhältnis (i) ist das dimensionslose Verhältnis zwischen der Eingangs- und der Ausgangsgröße eines Getriebes. In der Antriebstechnik bezeichnet es üblicherweise das Verhältnis der Antriebsdrehzahl n₁ zur Abtriebsdrehzahl n₂. Bei einem Untersetzungsgetriebe ist i > 1: Die Ausgangsdrehzahl ist geringer als die Eingangsdrehzahl, dafür ist das Abtriebsdrehmoment höher. Bei i < 1 spricht man von einer Übersetzung ins Schnelle.
Das Übersetzungsverhältnis kann auch über Zähnezahlen der Getrieberäder berechnet werden: i = z₂/z₁ (Zähnezahl Abtrieb durch Zähnezahl Antrieb). Bei mehrstufigen Getrieben multiplizieren sich die Einzelübersetzungen: i_gesamt = i₁ × i₂ × i₃. Typische Getriebe-Übersetzungsverhältnisse liegen zwischen 3:1 und 100:1, bei Schneckengetrieben einstufig bis ca. 100:1.
Praxisrelevanz
Die Wahl des richtigen Übersetzungsverhältnisses ist entscheidend für die optimale Motorausnutzung. Ein zu kleines i bietet wenig Drehmomentverstärkung — der Motor muss selbst ein hohes Drehmoment aufbringen. Ein zu großes i reduziert unnötig die Abtriebsdrehzahl. Mit dem TEA Getriebe-Übersetzungsrechner können Sie die optimale Übersetzung für Ihre Anwendung schnell ermitteln.