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Getriebe

Hypoidgetriebe

Ein Hypoidgetriebe ist ein Kegelradgetriebe, bei dem die Achsen der beiden Kegelräder nicht in einem Punkt schneiden, sondern versetzt zueinander angeordnet sind. Dieser Achsversatz ermöglicht höhere Übersetzungen und eine höhere Tragfähigkeit als ein Spiralkegelradgetriebe, erzeugt aber einen erhöhten Gleitanteil in der Zahnangriffslinie, der eine EP-Schmierung zwingend erfordert.

Konstruktionsprinzip und Vorteile

Der wesentliche Unterschied zum Spiralkegelradgetriebe liegt im Achsversatz (Hypoid-Offset): Das Ritzel ist unterhalb (oder oberhalb) der Zahnradachse angeordnet, sodass die Achsen windschiefe Geraden bilden. Durch diesen Versatz kann das Ritzel einen größeren Durchmesser und mehr Zähne erhalten, was die Überdeckung und damit die Tragfähigkeit steigert. Gleichzeitig ermöglicht der Achsversatz eine kompaktere Bauweise (der Abtrieb kann tiefer eingebaut werden) und lässt hohe Übersetzungen in einer Stufe zu.

Gleitanteil und Schmierungsanforderungen

Der Achsversatz bewirkt, dass die Zahnflanken nicht nur rollen, sondern auch in Längsrichtung des Zahnes aneinander gleiten (Längsgleitverhältnis). Dieser erhöhte Gleitanteil verringert den Wirkungsgrad gegenüber einem Spiralkegelradgetriebe und erzeugt höhere Flankenpressungen und Temperaturen. Standard-Getriebeöle sind daher ungeeignet — es muss ein EP-Hypoidöl (Extreme-Pressure) verwendet werden, das spezielle Additive enthält, die einen Schutzfilm auf den Flanken bilden. Typischer Wirkungsgrad: 90–96 % (je nach Versatz und Übersetzung).

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