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Lineartechnik

Rollenumlauf

Beim Rollenumlauf zirkulieren die Wälzkörper in einer geschlossenen Umlaufbahn innerhalb des Schlittens. Diese Konstruktion ermöglicht einen theoretisch unbegrenzten Verfahrweg — im Gegensatz zu nicht-umlaufenden Führungen (z. B. Kreuzrollenführungen), bei denen der Hub durch die Käfiglänge begrenzt ist.

Funktionsprinzip

In einem Umlaufschlitten durchlaufen die Wälzkörper (Kugeln oder Rollen) kontinuierlich einen geschlossenen Kreislauf: Im lastführenden Bereich (zwischen Schiene und Schlitten) tragen sie die Betriebskräfte. Am Ende des Laufwegs werden sie durch einen Umlenkkanal in den rücklaufenden, unbelasteten Bereich geleitet. Von dort gelangen sie über einen zweiten Umlenkkanal wieder in den lastführenden Bereich. Dieses Prinzip findet sich in Profilschienenführungen (auch Linearführungen genannt), wo es beliebig lange Schienen und damit unbegrenzte Verfahrwege ermöglicht.

Umlauf vs. nicht-umlaufende Führung

Nicht-umlaufende Führungen (z. B. Kreuzrollenführungen mit Käfig) sind auf einen Hub begrenzt, der von der Käfiglänge abhängt — typisch unter 500 mm. Sie bieten dafür extrem hohe Steifigkeit und Präzision auf kleinstem Bauraum. Umlaufführungen sind für lange Hübe oder kontinuierliche Positionierung prädestiniert und werden in CNC-Achsen, Portalen, Handhabungsanlagen und vielen Standardanwendungen eingesetzt. Der Nachteil liegt in der etwas höheren Baugröße des Schlittens durch den Umlenkbereich.

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