Profilverschiebung
Die Profilverschiebung verschiebt das Werkzeug-Bezugsprofil beim Verzahnen um den Betrag x·m radial aus dem Rohling heraus (positive Profilverschiebung) oder in ihn hinein (negativ). Damit lässt sich Unterschnitt bei kleinen Zähnezahlen vermeiden, die Zahnfußfestigkeit steigern und der Achsabstand zwischen zwei Rädern gezielt anpassen.
Profilverschiebungsfaktor x
Der Profilverschiebungsfaktor x gibt an, um wie viele Module das Werkzeug-Bezugsprofil verschoben wird. Positive Profilverschiebung (x > 0) verdickt den Zahnfuß, verringert die Hohlkehle und erhöht damit die Biegetragfähigkeit. Sie ist vor allem bei Rädern mit wenig Zähnen (z < 17 bei 20° Eingriffswinkel) nötig, um Unterschnitt zu vermeiden. Negative Profilverschiebung (x < 0) verringert den Achsabstand und kann eingesetzt werden, wenn geometrische Randbedingungen es erfordern.
Einfluss auf Achsabstand und Wälzkreis
Werden zwei Räder mit Profilverschiebung (x1 + x2 ≠ 0) gepaart, verändert sich der betriebliche Achsabstand gegenüber dem Standardachsabstand. Die Teilkreise bleiben unverändert (d = m·z), aber die Wälzkreise rücken auseinander (positive Summe) oder zusammen (negative Summe). Der Betriebseingriffswinkel weicht dann vom Bezugseingriffswinkel von 20° ab. In der Praxis nutzt man die Profilverschiebung gezielt, um Zahnräder mit normiertem Modul auf einen vorgegebenen Achsabstand abzustimmen.
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