3. Ergebnis
Jahresgesamtkosten der betrachteten Position im Szenarienvergleich.
Bitte mindestens Jahresbedarf und Stückpreis heute eingeben.
Was dieses Modell nicht abbildet
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Ein Rechner, dessen Grenzen nicht benannt sind, ist in einer Einkaufsdiskussion wertlos. Diese Punkte fehlen bewusst — sie lassen sich ohne Ihre Einzelfallkenntnis nicht seriös beziffern.
Einmalkosten des Wechsels
Requalifizierung, Erstmusterprüfung, Zeichnungsfreigabe, Werkzeugumzug, Umstellung von Stammdaten und Rahmenprozessen. Bei sicherheits- oder normrelevanten Teilen ist das der größte Einzelposten — und er fällt an, bevor die erste Einsparung wirkt.
Vertragsanbahnung
Der Rechner setzt für den Vertragsabschluss einen einzigen vollwertigen Bestellvorgang an. Verhandlung, juristische Prüfung und interne Freigabeschleifen kosten in der Praxis mehr. Szenario C ist damit eher zu günstig als zu teuer gerechnet.
Verhandlungsposition
Mit dem Wegfall von Wettbewerbern verlieren Sie Benchmark und Druckmittel. Der Effekt zeigt sich nicht im ersten Jahr, sondern in der nächsten Preisrunde. Eine ruhende Zweitquelle kostet Geld und ist trotzdem oft die richtige Entscheidung.
Qualitäts- und Lieferperformance
Reklamationsquote, Termintreue und Nacharbeit unterscheiden sich zwischen Lieferanten und verschieben das Ergebnis oft stärker als der Stückpreis. Sie fließen hier nur insoweit ein, wie Sie sie unter Fehlteil- und Stillstandskosten selbst beziffern.
Skonto, Fracht, Mindermengen
Skontoabzug, Frachtkosten, Mindermengenzuschläge und Verpackungseinheiten sind nicht separat modelliert. Rechnen Sie sie in den Stückpreis ein, wenn sie zwischen den Szenarien unterschiedlich ausfallen.
Gleichmäßiger Verbrauch
Der Durchschnittsbestand wird als halbe Losgröße angesetzt — das gilt für gleichmäßigen Verbrauch ohne Sicherheitsbestand. Bei Saisonverlauf, Sicherheitsbestand oder Mindestbestellmengen liegt der reale Bestand höher.
Rechenweg im Detail
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Jeder Kostenblock ist einzeln nachrechenbar. Die Gesamtkosten sind die Summe der sechs Blöcke.
| Kostenblock | Formel | Erläuterung |
|---|---|---|
| Materialkosten | K_Mat = Menge × Stückpreis | Der einzige Block, der auf der Rechnung steht. |
| Bestellprozess | K_Proz = n_Bestellungen × k_Bestellung | Im Rahmenvertrag: ein Vertragsabschluss zum vollen Satz plus n Abrufe zum Abrufsatz. |
| Lieferantenbeziehung | K_Lief = n_Lieferanten × k_Lieferant | In den Szenarien B und C definitionsgemäß ein Lieferant. |
| Durchschnittsbestand | W_Ø = Menge / (2 × n_Bestellungen) × Stückpreis | Halbe Losgröße bei gleichmäßigem Verbrauch (Sägezahnmodell), bewertet zum jeweiligen Stückpreis. |
| Lagerhaltung | K_Lag = W_Ø × s_Lager | Im Rahmenvertrag reduziert um den Anteil, der beim Lieferanten liegt. |
| Kapitalbindung | K_Kap = W_Ø × i − K_Mat × (t_Zahlung / 365) × i | Gebundenes Kapital abzüglich Lieferantenkredit aus dem Zahlungsziel. Kann negativ werden. |
| Fehlmengen | K_Fehl = K_Fehl,heute × (1 − r_vermeidbar) | Ohne Ihre Angabe null — es wird keine Verbesserung unterstellt. |
| Gesamtkosten | K_ges = K_Mat + K_Proz + K_Lief + K_Lag + K_Kap + K_Fehl | Jahresbetrachtung, ohne Einmalkosten des Lieferantenwechsels. |
Der nachrichtliche Wert der Preisfixierung wird als W_Fix = Vertragsmenge × Vertragspreis × p_Steigerung / 2 gerechnet (Halbierung, weil die Steigerung im Jahresverlauf linear angenommen wird) und ist in K_ges nicht enthalten. Liegt die Vertragsmenge in Szenario C unter dem Jahresbedarf, rechnet der Rechner die Restmenge zu den Konditionen aus Szenario B — mit anteilig weniger Bestellvorgängen bei unveränderter Losgröße; die Tabelle zeigt den Grundfall.
Ergebnis gegen ein echtes Angebot prüfen?
Die Kostensätze kommen aus Ihrem Haus — den Bündelungspreis und die Abrufkonditionen können wir beziffern. Wie eine Bündelung über Linear-, Antriebs- und Verzahnungstechnik hinweg praktisch aussieht, steht auf der Seite zur Lieferantenkonsolidierung.
Orientierungswerte & Quellen
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Jeder Orientierungswert in diesem Rechner stammt aus einer veröffentlichten, namentlich genannten Quelle und ist nach Quellentyp eingeordnet. Die Standard-Übernahme ist das konservative Ende der Spanne — das Ende, das eine Konsolidierung schlechter aussehen lässt —, wo sich diese Richtung eindeutig bestimmen lässt; beim Kapitalbindungszins sind beide Werte neutral angeboten. Übernommene Werte werden in der kopierbaren Zusammenfassung gekennzeichnet. Literaturstand: 2026-07.
| Feld | Orientierung | Quellen |
|---|---|---|
| Prozesskosten je Bestellvorgang | ≈ 68–122 € | BME e. V. 2025 (Verband/Studie) · Mercateo / HTWK Leipzig 2017 (Studie) |
| Lagerkostensatz (ohne Zinsanteil) | 11 % | Haufe Finance Office 2024 (Fachverlag) · REFA 2024 (Verband/Studie) |
| Kapitalbindungszins | 8,5–9,4 % | KPMG 2025 (Studie) |
| Zahlungsziel | 32–60 Tage | Creditreform 2025 (Studie) · Atradius 2025 (Studie) |
| Preisvorteil bei Bündelung | 3–8 % | Synprocure 2025 (Anbieterquelle) |
Bewusst ohne Orientierungswert
- Kosten je Lieferantenbeziehung und Jahr: Es existiert keine unabhängige Verbands- oder Wissenschaftsquelle mit einer belastbaren Jahreskosten-Kennzahl — nur ein einzelner Anbieter-Report. Der Wert muss aus Ihrem Controlling kommen; direkt am Eingabefeld gibt es dafür eine Schätzhilfe zur eigenen Herleitung.
- Fehlteil-/Stillstandskosten: Vollständig unternehmens- und anlagenindividuell — ein Branchendurchschnitt wäre hier irreführend.
- Rahmenvertrags-Konditionen (Abrufe, Preisvorteil, Lagerverlagerung): Vertragsindividuell — diese Werte gehören aus einem konkreten Angebot in den Rechner, nicht aus Literatur.
Einordnung der Quellentypen: Verband/Studie = unabhängige Erhebung mit transparenter Methodik · Fachverlag = redaktionell geprüftes Rechenbeispiel, kein Branchendurchschnitt · Beratungspraxis = Erfahrungswerte von Einkaufsberatungen mit Eigeninteresse am Thema, keine unabhängige Studie · Anbieterquelle = Veröffentlichung eines kommerziellen Anbieters oder Dienstleisters — schwächste Stufe, nur verwendet, wo nichts Belastbareres existiert. Orientierungswerte ersetzen keine eigenen Controlling-Zahlen — sie machen den Einstieg schneller und die Rechnung nachvollziehbar.