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Rechner für den Einkauf

Beschaffungskosten-Rechner

Jahresgesamtkosten einer Beschaffungsposition in drei Szenarien vergleichen: Status quo, Konsolidierung auf einen Lieferanten und Rahmenvertrag — mit Prozess-, Lager- und Kapitalbindungskosten statt nur Stückpreis.

Alle Werte geben Sie selbst ein. Dieser Rechner enthält keine hinterlegten Preise und keine stillen Voreinstellungen, die ein bestimmtes Ergebnis begünstigen. Wo veröffentlichte Studienwerte existieren, bieten wir sie als aufklappbare Orientierung mit Quellenangabe an — übernommen wird nur per Klick — im Regelfall mit dem konservativen Ende der Spanne als Standard —, und übernommene Literaturwerte werden in der Zusammenfassung gekennzeichnet. Die Rechnung läuft vollständig in Ihrem Browser; es werden keine Eingaben übertragen oder gespeichert.

1. Eingaben

Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet. Leere Kostenblöcke werden mit null gerechnet.

Menge, Preis und Struktur

Stk/Jahr

Menge der betrachteten Position(en) über zwölf Monate.

€/Stk

Gewichteter Durchschnittspreis über alle heutigen Bezugsquellen.

Preis bei Bündelung
€/Stk

Leer lassen, wenn kein Preisvorteil verhandelt ist — dann rechnet Szenario B mit dem heutigen Stückpreis.

Beratungspraxis: 3–8 %

Einkaufsdienstleister nennen für reine Bedarfsbündelung meist 3–8 % Einsparung auf das gebündelte Volumen; mit zusätzlicher Spezifikations-Harmonisierung werden teils 10–15 % genannt, einzelne Beratungshäuser publizieren auch höhere Spannen. Eine unabhängige Verbands- oder Wissenschaftsquelle mit eigener Erhebung existiert dazu nicht — die Spanne ist Anbieter-/Beratungspraxis, keine Studie.

⚠ Verhandlungsabhängig — kein Preisversprechen von TEA. Der tatsächliche Wert gehört aus einem konkreten Angebot in dieses Feld.

Quellen:  Synprocure 2025 (Anbieterquelle)

Anzahl

Für die betrachteten Positionen. Szenario B rechnet definitionsgemäß mit einem Lieferanten.

Anzahl
Anzahl

Leer = unverändert; weniger Bestellungen heißen größere Lose und mehr Bestand — der Rechner rechnet beides gegen.

Kostensätze aus Ihrem Controlling

Bewusst leer — diese Werte streuen stark zwischen Unternehmen. Aus dem eigenen Controlling eintragen oder per Klick mit belegten Orientierungswerten starten:

Vollkosten über Anfrage, Bestellung, Terminverfolgung, Wareneingang und Rechnungsprüfung — aus Ihrer Prozesskostenrechnung.

Orientierung: ≈ 68–122 €

BME-Kennzahlen-Durchschnitt 2025: 121,75 € je Bestellvorgang. Mercateo/HTWK-Leipzig-Studie 2017: 95,33 € ohne standardisierten Prozess, 115,28 € bei manuellem Standardprozess, 67,94 € bei digitalisiertem Prozess. Der passende Wert hängt vom Digitalisierungsgrad Ihres Einkaufs ab.

Quellen:  BME e. V. 2025 (Verband/Studie) · Mercateo / HTWK Leipzig 2017 (Studie)

€/Jahr

Qualifizierung, Audit, Stammdatenpflege, Lieferantenbewertung, Reklamationsbearbeitung.

Schätzhilfe: Wert selbst herleiten

Zählen Sie die Stunden, die je Lieferant und Jahr anfallen — Stammdatenpflege, Lieferantenbewertung, Audit/Requalifizierung, Reklamationsbearbeitung, Jahresgespräch — und multiplizieren Sie mit Ihrem internen Stundensatz. Fiktives Rechenbeispiel: 12 h × 65 €/h = 780 €/Jahr.

Zur Einordnung: Die einzige uns bekannte veröffentlichte Zahl stammt von einem Anbieter — Spendesk 2024 (Plattformdaten, 4,7 Mio. Lieferanten, UK/FR/DE/ES): 855 £ (≈ 1.000 €) je Lieferant und Jahr. Sie enthält auch Verhandlung und Zahlungsabwicklung, die hier teils schon unter Prozesskosten erfasst sind — deshalb kein Übernahme-Button; eher mit Abschlag ansetzen. Quelle (Anbieterquelle)

% p. a.

Fläche, Handling, Versicherung, Schwund — ohne Kapitalkosten (nächstes Feld).

Fachverlags-Beispiel: 11 %

Rechenbeispiel Haufe Finance Office für ein Produktionsunternehmen: Lagerkostensatz (Personal, Fläche, Versicherung, Schwund) 11 % plus kalkulatorischer Zins 4 % = Lagerhaltungskostensatz 15 %. Es handelt sich um ein Fachverlags-BEISPIEL, keinen Branchendurchschnitt — der Satz streut stark nach Lagerart und Automatisierung. Der Zinsanteil gehört in diesem Rechner NICHT hierher, sondern ins Feld Kapitalbindungszins.

Quellen:  Haufe Finance Office 2024 (Fachverlag) · REFA 2024 (Verband/Studie)

% p. a.

Kalkulatorischer Zinssatz Ihres Unternehmens auf gebundenes Umlaufvermögen.

Orientierung: 8,5–9,4 %

KPMG Kapitalkostenstudie 2025 (rund 300 Unternehmen, davon über 230 deutsche): WACC-Durchschnitt über alle Branchen 8,5 %, Industrial Manufacturing 9,4 %, Gesamtspanne 5,2–10,4 %. Maßgeblich ist der kalkulatorische Zinssatz IHRES Unternehmens. Für diesen Zinssatz gibt es kein pauschal „konservatives“ Spannenende — ob ein höherer oder niedrigerer Satz eine Konsolidierung schlechter aussehen lässt, hängt von Ihrer Bestell- und Bestandsstruktur ab; beide Werte sind deshalb neutral angeboten.

Quellen:  KPMG 2025 (Studie)

Tage

Bis zur Zahlung finanziert der Lieferant die Ware — ohne Skontoabzug gerechnet.

Orientierung: 32–60 Tage

Zwei seriöse Quellen, zwei Methoden: Creditreform Zahlungsindikator H2/2025 misst aus realen Forderungsdaten ein durchschnittlich gewährtes Zahlungsziel von 32,13 Tagen; das Atradius Zahlungsmoralbarometer 2025 (Unternehmensbefragung) nennt für B2B-Verkäufe auf Kreditbasis durchschnittlich 60 Tage. Hinweis zur Rechenlogik: Ein LÄNGERES Zahlungsziel ist hier die konservative Annahme, weil der Lieferantenkredit die Kapitalbindung im Status quo stärker entlastet und der Konsolidierungsvorteil dadurch kleiner ausfällt.

Quellen:  Creditreform 2025 (Studie) · Atradius 2025 (Studie)

Erweitert: Fehlteil- und Stillstandskosten
€/Jahr
%

Leer = null — der Rechner unterstellt von sich aus keine Verbesserung der Verfügbarkeit.

2. Szenario C — Rahmenvertrag (optional)

Mengenpreis auf die Gesamtmenge, Lagerhaltung beim Lieferanten, Zahlung je Abruf. Aufklappen zum Rechnen.
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Was ein Rahmenvertrag kostet, bevor er etwas spart

  • Abnahmeverpflichtung: Die vereinbarte Menge ist abzunehmen — auch wenn der Bedarf im Jahresverlauf sinkt.
  • Bindungsdauer: Ein vorzeitiger Ausstieg ist in der Regel nur einvernehmlich und meist gegen Ausgleich möglich.
  • Bedarfsänderungsrisiko: Konstruktionsänderung, Baureihenauslauf oder Nachfrageeinbruch lassen die Restmenge liegen.
  • Preisfixierung wirkt beidseitig: Fallende Marktpreise können Sie während der Laufzeit nicht mitnehmen.
  • Klumpenrisiko: Je mehr Volumen auf einer Quelle liegt, desto härter trifft ein Ausfall. Zweitquelle und Notfallmenge gehören in die Entscheidung.

Diese Punkte sind nicht sinnvoll monetarisierbar und deshalb nicht in den berechneten Kosten enthalten. Sie gehören qualitativ neben das Ergebnis.

Stk

Leer = gesamter Jahresbedarf; eine Restmenge rechnet der Rechner zu Szenario-B-Konditionen.

Anzahl

Teillieferungen aus dem Vertrag, zum Beispiel vier Abrufe über zwölf Monate.

Leer = wie ein vollwertiger Bestellvorgang — kein Vorteil unterstellt.

Zusätzlicher Preisvorteil gegenüber Szenario B
%

Mengenpreis auf die Gesamtmenge statt Einzelbestellpreis. Bezugsbasis ist der Bündelungspreis aus Szenario B.

%

Anteil des Bestands beim Lieferanten — verursacht dort keine eigenen Lager-/Kapitalkosten; leer = null.

% p. a.

Wird nur nachrichtlich ausgewiesen, nicht eingerechnet — eine Annahme, keine belegbare Kostenposition.

3. Ergebnis

Jahresgesamtkosten der betrachteten Position im Szenarienvergleich.

Bitte mindestens Jahresbedarf und Stückpreis heute eingeben.

Was dieses Modell nicht abbildet

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Ein Rechner, dessen Grenzen nicht benannt sind, ist in einer Einkaufsdiskussion wertlos. Diese Punkte fehlen bewusst — sie lassen sich ohne Ihre Einzelfallkenntnis nicht seriös beziffern.

Einmalkosten des Wechsels

Requalifizierung, Erstmusterprüfung, Zeichnungsfreigabe, Werkzeugumzug, Umstellung von Stammdaten und Rahmenprozessen. Bei sicherheits- oder normrelevanten Teilen ist das der größte Einzelposten — und er fällt an, bevor die erste Einsparung wirkt.

Vertragsanbahnung

Der Rechner setzt für den Vertragsabschluss einen einzigen vollwertigen Bestellvorgang an. Verhandlung, juristische Prüfung und interne Freigabeschleifen kosten in der Praxis mehr. Szenario C ist damit eher zu günstig als zu teuer gerechnet.

Verhandlungsposition

Mit dem Wegfall von Wettbewerbern verlieren Sie Benchmark und Druckmittel. Der Effekt zeigt sich nicht im ersten Jahr, sondern in der nächsten Preisrunde. Eine ruhende Zweitquelle kostet Geld und ist trotzdem oft die richtige Entscheidung.

Qualitäts- und Lieferperformance

Reklamationsquote, Termintreue und Nacharbeit unterscheiden sich zwischen Lieferanten und verschieben das Ergebnis oft stärker als der Stückpreis. Sie fließen hier nur insoweit ein, wie Sie sie unter Fehlteil- und Stillstandskosten selbst beziffern.

Skonto, Fracht, Mindermengen

Skontoabzug, Frachtkosten, Mindermengenzuschläge und Verpackungseinheiten sind nicht separat modelliert. Rechnen Sie sie in den Stückpreis ein, wenn sie zwischen den Szenarien unterschiedlich ausfallen.

Gleichmäßiger Verbrauch

Der Durchschnittsbestand wird als halbe Losgröße angesetzt — das gilt für gleichmäßigen Verbrauch ohne Sicherheitsbestand. Bei Saisonverlauf, Sicherheitsbestand oder Mindestbestellmengen liegt der reale Bestand höher.

Rechenweg im Detail

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Jeder Kostenblock ist einzeln nachrechenbar. Die Gesamtkosten sind die Summe der sechs Blöcke.

Kostenblock Formel Erläuterung
Materialkosten K_Mat = Menge × Stückpreis Der einzige Block, der auf der Rechnung steht.
Bestellprozess K_Proz = n_Bestellungen × k_Bestellung Im Rahmenvertrag: ein Vertragsabschluss zum vollen Satz plus n Abrufe zum Abrufsatz.
Lieferantenbeziehung K_Lief = n_Lieferanten × k_Lieferant In den Szenarien B und C definitionsgemäß ein Lieferant.
Durchschnittsbestand W_Ø = Menge / (2 × n_Bestellungen) × Stückpreis Halbe Losgröße bei gleichmäßigem Verbrauch (Sägezahnmodell), bewertet zum jeweiligen Stückpreis.
Lagerhaltung K_Lag = W_Ø × s_Lager Im Rahmenvertrag reduziert um den Anteil, der beim Lieferanten liegt.
Kapitalbindung K_Kap = W_Ø × i − K_Mat × (t_Zahlung / 365) × i Gebundenes Kapital abzüglich Lieferantenkredit aus dem Zahlungsziel. Kann negativ werden.
Fehlmengen K_Fehl = K_Fehl,heute × (1 − r_vermeidbar) Ohne Ihre Angabe null — es wird keine Verbesserung unterstellt.
Gesamtkosten K_ges = K_Mat + K_Proz + K_Lief + K_Lag + K_Kap + K_Fehl Jahresbetrachtung, ohne Einmalkosten des Lieferantenwechsels.

Der nachrichtliche Wert der Preisfixierung wird als W_Fix = Vertragsmenge × Vertragspreis × p_Steigerung / 2 gerechnet (Halbierung, weil die Steigerung im Jahresverlauf linear angenommen wird) und ist in K_ges nicht enthalten. Liegt die Vertragsmenge in Szenario C unter dem Jahresbedarf, rechnet der Rechner die Restmenge zu den Konditionen aus Szenario B — mit anteilig weniger Bestellvorgängen bei unveränderter Losgröße; die Tabelle zeigt den Grundfall.

Ergebnis gegen ein echtes Angebot prüfen?

Die Kostensätze kommen aus Ihrem Haus — den Bündelungspreis und die Abrufkonditionen können wir beziffern. Wie eine Bündelung über Linear-, Antriebs- und Verzahnungstechnik hinweg praktisch aussieht, steht auf der Seite zur Lieferantenkonsolidierung.

Positionsliste bewerten lassen →

Orientierungswerte & Quellen

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Jeder Orientierungswert in diesem Rechner stammt aus einer veröffentlichten, namentlich genannten Quelle und ist nach Quellentyp eingeordnet. Die Standard-Übernahme ist das konservative Ende der Spanne — das Ende, das eine Konsolidierung schlechter aussehen lässt —, wo sich diese Richtung eindeutig bestimmen lässt; beim Kapitalbindungszins sind beide Werte neutral angeboten. Übernommene Werte werden in der kopierbaren Zusammenfassung gekennzeichnet. Literaturstand: 2026-07.

Feld Orientierung Quellen
Prozesskosten je Bestellvorgang ≈ 68–122 € BME e. V. 2025 (Verband/Studie) · Mercateo / HTWK Leipzig 2017 (Studie)
Lagerkostensatz (ohne Zinsanteil) 11 % Haufe Finance Office 2024 (Fachverlag) · REFA 2024 (Verband/Studie)
Kapitalbindungszins 8,5–9,4 % KPMG 2025 (Studie)
Zahlungsziel 32–60 Tage Creditreform 2025 (Studie) · Atradius 2025 (Studie)
Preisvorteil bei Bündelung 3–8 % Synprocure 2025 (Anbieterquelle)

Bewusst ohne Orientierungswert

  • Kosten je Lieferantenbeziehung und Jahr: Es existiert keine unabhängige Verbands- oder Wissenschaftsquelle mit einer belastbaren Jahreskosten-Kennzahl — nur ein einzelner Anbieter-Report. Der Wert muss aus Ihrem Controlling kommen; direkt am Eingabefeld gibt es dafür eine Schätzhilfe zur eigenen Herleitung.
  • Fehlteil-/Stillstandskosten: Vollständig unternehmens- und anlagenindividuell — ein Branchendurchschnitt wäre hier irreführend.
  • Rahmenvertrags-Konditionen (Abrufe, Preisvorteil, Lagerverlagerung): Vertragsindividuell — diese Werte gehören aus einem konkreten Angebot in den Rechner, nicht aus Literatur.

Einordnung der Quellentypen: Verband/Studie = unabhängige Erhebung mit transparenter Methodik · Fachverlag = redaktionell geprüftes Rechenbeispiel, kein Branchendurchschnitt · Beratungspraxis = Erfahrungswerte von Einkaufsberatungen mit Eigeninteresse am Thema, keine unabhängige Studie · Anbieterquelle = Veröffentlichung eines kommerziellen Anbieters oder Dienstleisters — schwächste Stufe, nur verwendet, wo nichts Belastbareres existiert. Orientierungswerte ersetzen keine eigenen Controlling-Zahlen — sie machen den Einstieg schneller und die Rechnung nachvollziehbar.

Häufige Fragen zu Beschaffungskosten und Konsolidierung

Hinweis: Dieser Rechner dient der ersten Orientierung und ersetzt keine betriebswirtschaftliche Einzelfallprüfung. Sämtliche Eingabewerte stammen vom Nutzer; Technische Antriebselemente GmbH hinterlegt keine eigenen Preise. Angebotene Orientierungswerte stammen aus den in der Quellen-Sektion genannten externen Veröffentlichungen, werden nie automatisch angesetzt und ersetzen keine eigene Prüfung. Für Entscheidungen, die auf den Berechnungsergebnissen beruhen, wird keine Haftung übernommen. Die Berechnung erfolgt vollständig lokal im Browser — es werden keine Eingaben übertragen oder gespeichert.

+49 [40] 5388921-11 sales@tea-hamburg.de