Wälzstoßen
Das Wälzstoßen ist ein Wälzverfahren, bei dem ein zahnradförmiges Schneidrad (Stoßrad) in einer kombinierten Hub- und Wälzbewegung die Verzahnung in das Werkstück einarbeitet. Im Gegensatz zum Wälzfräsen ist es auch für Innenverzahnungen, Stufenräder und Verzahnungen mit beengtem Freiraum geeignet.
Funktionsprinzip
Das Stoßrad führt eine Hubbewegung (axial) durch, die den eigentlichen Schnitt erzeugt, und dreht sich dabei synchron mit dem Werkstück (Wälzbewegung). Die kombinierte Bewegung lässt auf dem Werkstück sukzessive das Zahnprofil entstehen. Dabei sind Stoßrad und Werkstück geometrisch verwandt: Das Stoßrad ist selbst ein Zahnrad mit dem Modul des herzustellenden Rads. Je nach Zahnbreite sind mehrere Hübe nötig.
Einsatzgebiete und Vergleich mit Wälzfräsen
Das entscheidende Alleinstellungsmerkmal des Wälzstoßens ist die Fähigkeit, Innenverzahnungen herzustellen — was mit einem Schneckenfräser nicht möglich ist. Ebenso sind Stufenräder (Verzahnungen mit axialem Bund) und kurze Anschlussverzahnungen an Wellenenden zugänglich, da das Stoßrad keinen axialen Auslauf benötigt. Nachteilig gegenüber dem Wälzfräsen ist die geringere Produktivität, da das Verfahren nicht kontinuierlich, sondern hubweise arbeitet. Die erreichbare Qualität entspricht der des Wälzfräsens (Q 7–9 roh, Q 5–7 nach Schleifen).
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