Startseite / Glossar / Wälzfräsen
Getriebe

Wälzfräsen

Das Wälzfräsen ist ein kontinuierliches Wälzverfahren, bei dem ein schraubenförmiger Abwälzfräser (Schneckenfräser) und das Werkstück in einem definierten Drehzahlverhältnis gegeneinander abrollen. Es ist das wirtschaftlichste Verfahren zur Herstellung von Außenverzahnungen in der Serienfertigung.

Funktionsprinzip

Der Schneckenfräser hat ein schneckenförmiges Profil, das dem Bezugsprofil der herzustellenden Verzahnung entspricht. Im Eingriff dreht sich der Fräser, während das Werkstück synchron mitdreht. Durch die axiale oder diagonale Vorschubbewegung des Fräsers entsteht das Zahnprofil im Wälzverfahren: Jede Schneidkante des Fräsers erzeugt durch eine Vielzahl tangierender Schnitte die Evolventen-Zahnflanke. Ein einziger Schneckenfräser kann alle Zähnezahlen eines Moduls bearbeiten — unabhängig von der Zähnezahl des Werkstücks.

Verfahrensgrenzen und Alternativen

Wälzfräsen ist auf Außenverzahnungen beschränkt; Innenverzahnungen, Stufenräder mit Schulter oder Verzahnungen an Wellenenden mit beengtem Freiraum erfordern das Wälzstoßen. Nach dem Wälzfräsen kann eine Härtung (Einsatzhärten, Nitrieren) und anschließendes Schleifen (Zahnflankenschleifen) die Qualität auf Q 5–7 steigern. Die erreichbare Qualität beim Wälzfräsen allein liegt typischerweise bei Q 7–9.

← Zurück zum Glossar
War dieser Beitrag hilfreich?
Anonym · ohne Cookies
+49 [40] 5388921-11 sales@tea-hamburg.de