Beta – die TEA Academy ist neu. Die Inhalte dienen dem Lernen, sind sorgfältig erstellt, aber noch nicht fachlich freigegeben. Sie ersetzen keine Auslegung nach Herstellerangaben. Fehler gefunden? Schreiben Sie uns.

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MODUL 3 VON 8

Getriebe auswählen

Vom Datenblatt zur Auswahlentscheidung: Übersetzung und Wirkungsgrad berechnen, Getriebearten unterscheiden und begründet auswählen.

5 Einheiten · ca. 35 Minuten gesamt · Schritt 1 von 8

Einstieg

In diesem Modul geht es um die Auswahl des passenden Getriebes für eine gegebene Anwendung – vom Datenblatt zur Auswahlentscheidung. Sie lernen, wie sich Übersetzung, Drehzahl, Drehmoment und Wirkungsgrad rechnerisch zusammenhängen, und worin sich Schnecken-, Planeten-, Kegelrad- und Stirnradgetriebe grundlegend unterscheiden.

Am Ende steht die Frage, wann Selbsthemmung sinnvoll ist – und wann sie ein Sicherheitsrisiko sein kann, wenn man sich allein auf sie verlässt. Rechenaufgaben, ein Entscheidungsbaum, Karteikarten und eine Fallstudie machen die Theorie konkret; ein Selbsttest am Ende zeigt, ob der Stoff sitzt.

Lernziele – nach diesem Modul können Sie:

  • die Übersetzung sowie Abtriebsdrehzahl und -drehmoment eines Getriebes berechnen;
  • den Gesamtwirkungsgrad einer mehrstufigen Getriebekette berechnen und die Verlustleistung abschätzen;
  • Schnecken-, Planeten-, Kegelrad- und Stirnradgetriebe anhand von Wirkungsgrad, Selbsthemmung und Bauform unterscheiden;
  • für ein gegebenes Anforderungsprofil ein passendes Getriebe begründet auswählen;
  • die Aussage „Selbsthemmung ersetzt eine Bremse" fachlich bewerten und einordnen.

Lerneinheiten

Fünf kurze Lerneinheiten (5–10 Minuten) mit Lernzielen, Beispiel und Wissenscheck – eigenständige Lerninhalte dieses Moduls, unabhängig von den Ratgebern der Website gepflegt. Der Fortschritt bleibt lokal in diesem Browser gespeichert.

Rechner-Aufgabe 1: Übersetzung

Rechenaufgabe

Berechnen Sie die Abtriebsdrehzahl n₂ und das Abtriebsdrehmoment M₂ des folgenden Getriebes.

  • n₁ = 1.450 min⁻¹ (Antriebsdrehzahl)
  • M₁ = 12 Nm (Antriebsmoment)
  • i = 20 (Übersetzung)
  • η = 0,90 (Wirkungsgrad)

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min⁻¹
Nm

Bitte alle Felder ausfüllen, um „Prüfen" zu aktivieren.

Hinweise:

Nutzen Sie n₂ = n₁ / i für die Abtriebsdrehzahl.

Nutzen Sie M₂ = M₁ · i · η für das Abtriebsdrehmoment.

Lösung anzeigen

Die Lösung wird nach dem ersten Prüfen freigeschaltet.

Musterlösung – so kommen Sie auf das Ergebnis:

n₂ = n₁ / i = 1.450 / 20 = 72,5 min⁻¹

M₂ = M₁ · i · η = 12 · 20 · 0,90 = 216 Nm

Quelle: Getriebe-Übersetzungsrechner →

Rechner-Aufgabe 2: Wirkungsgradkette

Rechenaufgabe

Berechnen Sie den Gesamtwirkungsgrad (in %) und die Verlustleistung (in kW) der folgenden dreistufigen Antriebskette.

  • η₁ = 0,98 · η₂ = 0,97 · η₃ = 0,80 (Stufenwirkungsgrade)
  • P_ein = 3 kW (Antriebsleistung)

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%
kW

Bitte alle Felder ausfüllen, um „Prüfen" zu aktivieren.

Hinweise:

Wirkungsgrade mehrstufiger Ketten werden multipliziert, nicht addiert: η_ges = η₁ · η₂ · η₃.

Die Verlustleistung ergibt sich aus P_V = P_ein · (1 − η_ges).

Lösung anzeigen

Die Lösung wird nach dem ersten Prüfen freigeschaltet.

Musterlösung – so kommen Sie auf das Ergebnis:

η_ges = η₁ · η₂ · η₃ = 0,98 · 0,97 · 0,80 = 0,7605 ≈ 76,0 %

P_V = P_ein · (1 − η_ges) = 3 kW · (1 − 0,7605) ≈ 0,72 kW

Quelle: Wirkungsgrad-Rechner →

Entscheidungsbaum: Schnecke oder Planet?

Vier kurze Fragen zu Achslage, Selbsthemmung, Wirkungsgrad und Spielarmut – Sie erhalten eine begründete Empfehlung mit Link zum passenden Ratgeber.

Frage 1 von 4

Wie stehen An- und Abtriebswelle zueinander?

Die Achsanordnung schließt eine der beiden Bauarten unter Umständen von vornherein aus.

Diese Funktion braucht JavaScript. Sie erreichen dieselbe Empfehlung auch anhand dieser Übersicht.

Fragen und Antworten

  1. Wie stehen An- und Abtriebswelle zueinander? (Die Achsanordnung schließt eine der beiden Bauarten unter Umständen von vornherein aus.)
    • Parallel / koaxial – Eine Achse für An- und Abtrieb, oder parallel versetzt
    • Rechtwinklig (90°) – Die Wellen stehen im rechten Winkel zueinander
  2. Muss das Getriebe die Last ohne Bremse halten (Selbsthemmung)? (Wichtig z. B. bei Hubwerken, Klappen oder Stellantrieben, die ihre Position von selbst halten sollen.)
    • Ja, Selbsthemmung ist gefordert – Die Achse soll ohne zusätzliche Bremse stehen bleiben
    • Nein, nicht nötig – Eine Bremse ist vorhanden oder nicht erforderlich
  3. Wie wichtig ist ein hoher Wirkungsgrad? (Relevant bei Dauerbetrieb, hohen Laufzeiten oder wenn Energiekosten stark ins Gewicht fallen.)
    • Wichtig – Dauerbetrieb, hohe Laufzeit, Energiekosten zählen
    • Nachrangig – Gelegentlicher Betrieb, Wirkungsgrad ist kein Kernkriterium
  4. Wie wichtig sind Spielarmut und Positioniergenauigkeit? (Relevant bei Servo-Anwendungen und präzisen Positionieraufgaben.)
    • Wichtig – Präzise Positionierung, Servo-Anwendung
    • Nachrangig – Positioniergenauigkeit ist unkritisch

Empfehlungen

Die erste zutreffende Zeile gilt.

  1. Wenn Wie stehen An- und Abtriebswelle zueinander?: Rechtwinklig (90°) → Empfehlung: Empfehlung: Schneckengetriebe – Bei einer rechtwinkligen Achsanordnung scheidet das Planetengetriebe aus: Es ist koaxial gebaut, An- und Abtrieb liegen auf einer Achse. Das Schneckengetriebe verbindet die Wellen dagegen im rechten Winkel (90°) und ist damit hier die passende Bauart.
  2. Wenn Muss das Getriebe die Last ohne Bremse halten (Selbsthemmung)?: Ja, Selbsthemmung ist gefordert → Empfehlung: Empfehlung: Schneckengetriebe – Ist Selbsthemmung gefordert, liegt das Schneckengetriebe vorn: Bei eingängigen Schnecken ist statische Selbsthemmung etwa von i = 30 an üblich, ausgeprägt etwa von i = 60 an; verbindlich ist die Herstellerangabe, und wo eine absinkende Last Personen gefährden kann, gehört trotzdem eine Bremse dazu. Ein Planetengetriebe bietet keine Selbsthemmung und benötigt für dieselbe Aufgabe eine separate Haltebremse. (Mehr dazu: Selbsthemmung bei Getrieben)
  3. Wenn Wie wichtig ist ein hoher Wirkungsgrad?: Wichtig → Empfehlung: Empfehlung: Planetengetriebe – Bei hohem Wirkungsgrad oder geringer Spielbehaftung liegt das Planetengetriebe vorn: 90–98 % Wirkungsgrad pro Stufe (gegenüber 35–90 % beim Schneckengetriebe) und ein deutlich geringeres, spielreduziertes Verdrehspiel. Hinweis: Planetengetriebe führen wir bei TEA aktuell nicht im Sortiment – fachlich ist es hier trotzdem die passendere Bauart.
  4. Wenn Wie wichtig sind Spielarmut und Positioniergenauigkeit?: Wichtig → Empfehlung: Empfehlung: Planetengetriebe – Bei hohem Wirkungsgrad oder geringer Spielbehaftung liegt das Planetengetriebe vorn: 90–98 % Wirkungsgrad pro Stufe (gegenüber 35–90 % beim Schneckengetriebe) und ein deutlich geringeres, spielreduziertes Verdrehspiel. Hinweis: Planetengetriebe führen wir bei TEA aktuell nicht im Sortiment – fachlich ist es hier trotzdem die passendere Bauart.
  5. In allen anderen Fällen → Empfehlung: Empfehlung: Schneckengetriebe – Ohne besondere Anforderung an Achslage, Selbsthemmung, Wirkungsgrad oder Spielarmut ist das Schneckengetriebe die wirtschaftlichere Standardlösung – günstiger im Einkauf, auch wenn der Wirkungsgrad (35–90 %) niedriger liegt als beim Planetengetriebe (90–98 %).

Karteikarten: Getriebe-Begriffe

Karteikarten

Antippen, um die Definition zu sehen.

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Übersetzungsverhältnis
Verhältnis von Antriebsdrehzahl zu Abtriebsdrehzahl (i = n₁/n₂) – die zentrale Kenngröße eines Getriebes, die bestimmt, wie stark Drehzahl reduziert und Drehmoment verstärkt wird. Quelle: Glossar „Übersetzungsverhältnis"
Wirkungsgrad Getriebe
Verhältnis von abgegebener Nutzleistung zu aufgenommener Antriebsleistung (η = P_ab / P_an). Zentrales Maß für die mechanische Effizienz eines Getriebes. Quelle: Glossar „Wirkungsgrad Getriebe"
Selbsthemmung
Eigenschaft eines Getriebes, bei der eine auf die Abtriebsseite wirkende Last das Getriebe nicht rückwärts antreiben kann – bei Hebezeugen ersetzt sie aber keine normgerechte Bremse. Quelle: Glossar „Selbsthemmung"
Hypoidgetriebe
Ein Kegelradgetriebe, bei dem die Achsen der beiden Kegelräder nicht in einem Punkt schneiden, sondern axial versetzt sind. Höhere Übersetzung und Tragfähigkeit, aber mehr Gleitanteil (EP-Schmierung nötig). Quelle: Glossar „Hypoidgetriebe"
Achsabstand (a)
Abstand zwischen den Drehachsen zweier kämmender Zahnräder. Bei Standardverzahnung ohne Profilverschiebung gilt a = m·(z1+z2)/2 (vertieft in Modul 4). Quelle: Glossar „Achsabstand (a)"
Abtriebsdrehmoment
Das an der Abtriebsseite eines Getriebes abgegebene Drehmoment – die nutzbare Drehmomentkraft nach Übersetzung und Wirkungsgrad. Quelle: Glossar „Abtriebsdrehmoment"
Schrägverzahnung
Verzahnungsform mit schräggestellten Zähnen – ruhigerer, geräuschärmerer Lauf und höhere Tragfähigkeit als Geradverzahnung, dafür entstehen Axialkräfte. Quelle: Glossar „Schrägverzahnung"

Fallstudie: Hubtisch ohne Bremse?

Ein Kunde aus der Fördertechnik plant einen Hubtisch, der Lasten bis 200 kg vertikal anhebt und in beliebiger Höhe halten soll – teils mit Personen im Arbeitsbereich. Sein Konstrukteur schlägt ein Schneckengetriebe mit einer Übersetzung von i = 40 vor und möchte auf eine zusätzliche Haltebremse verzichten: Die Selbsthemmung des Schneckengetriebes solle die Last sicher in Position halten, das spare Kosten und Bauraum. Der Hubtisch wird mehrfach pro Schicht verfahren und steht die meiste Zeit in einer gehaltenen Position. Der Kunde fragt bei TEA an, ob diese Auslegung so freigegeben werden kann.

Leitfragen

  1. Reicht die Selbsthemmung eines Schneckengetriebes bei i = 40 rechnerisch aus, um die Last im Stillstand zu halten?
  2. Darf sich die Auslegung eines kraftbetriebenen Hubwerks allein auf diese Selbsthemmung verlassen?
  3. Welche Betriebseinflüsse können die Selbsthemmung im Alltag schwächen oder aufheben?
Musterlösung anzeigen

1. In der Regel ja, sicher ist es nicht: Bei eingängigen Schneckengetrieben ist statische Selbsthemmung von etwa i = 30 an üblich, ausgeprägt erst von etwa i = 60 an (Steigungswinkel unter rund 5°). Bei i = 40 liegt der Steigungswinkel je nach Baugröße bei rund 5–7,5°: Im Stillstand hält das Getriebe die Last meist, bei Vibration kann sie sich lösen. Verbindlich ist die Herstellerangabe für Baugröße und Untersetzung.

2. Nein, nicht ohne Weiteres. Die DGUV Vorschrift 54 (Winden, Hub- und Zuggeräte, DA zu § 14 Abs. 2) nennt selbsthemmende Antriebe ausdrücklich als eine Möglichkeit, die Forderung nach einer selbsttätig wirkenden Bremseinrichtung zu erfüllen – sie verbietet Selbsthemmung nicht. Getriebehersteller weisen aber darauf hin, dass Selbsthemmung keine Bremse ersetzt: Ohne einen für den Einsatzfall belastbaren Nachweis benötigt der Hubtisch zusätzlich eine selbsttätig wirkende (z. B. federbetätigte) Haltebremse.

3. Verschleiß, Erwärmung (sinkende Ölviskosität, sinkender Reibungskoeffizient) und Vibration können den wirksamen Reibungswinkel senken und die Selbsthemmung schwächen oder aufheben. Selbsthemmung ist deshalb keine verlässliche Sicherheitsfunktion und ersetzt keine normgerechte Bremse.

Fachliche Grundlage ausschließlich: Selbsthemmung bei Getrieben: Wann ist sie erwünscht? (öffnet in neuem Tab)

Selbsttest

10 Fragen zu diesem Modul. Sie sehen nach jeder Antwort direkt, ob sie richtig war.

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Sie geben vor jeder Antwort an, wie sicher Sie sich fühlen. Das hilft, Wissenslücken von Unsicherheit zu unterscheiden. Ohne Einfluss auf die Punktzahl.

Frage 1 von 10

Frage 1 von 10

Welcher Wirkungsgrad ist für Planetengetriebe pro Stufe typisch?

Erklärung

Planetengetriebe erreichen laut Vergleichstabelle 90–98 % Wirkungsgrad pro Stufe, Schneckengetriebe dagegen nur 35–90 %.

Quelle: Schneckengetriebe vs. Planetengetriebe →
Frage 2 von 10

Was unterscheidet statische von dynamischer Selbsthemmung bei einem Getriebe?

Erklärung

Statische Selbsthemmung hält eine ruhende Last im Stillstand fest. Dynamische Selbsthemmung bedeutet: Das laufende Getriebe kommt nach dem Abschalten des Antriebs von selbst zum Stillstand, obwohl die Last weiter zieht. Weil in Bewegung die kleinere Gleitreibung wirkt, braucht sie einen deutlich kleineren Steigungswinkel und Wirkungsgrad. Beide Stufen sind gegen Stöße und Vibration nicht gesichert.

Quelle: Selbsthemmung bei Getrieben →
Frage 3 von 10

Was gilt für ein statisch selbsthemmendes Schneckengetriebe an einem kraftbetriebenen Hubwerk?

Erklärung

Nach DGUV Vorschrift 54 (DA zu § 14 Abs. 2) sind selbsthemmende Antriebe eine Möglichkeit, die Forderung nach einer selbsttätig wirkenden Bremseinrichtung zu erfüllen; für Winden nach EN 14492-1 kommen deren Bremsanforderungen hinzu (selbsttätig einfallende Bremsen für Heben und Senken). Weil statische Selbsthemmung durch Stöße, Vibration, Erwärmung und Verschleiß nachlassen kann und Getriebehersteller darauf hinweisen, dass sie keine Bremse ersetzt, braucht es ohne belastbaren Nachweis für den Einsatzfall zusätzlich eine selbsttätig wirkende Haltebremse.

Quelle: Selbsthemmung bei Getrieben →
Frage 4 von 10

Welche Verlustart eines Getriebes wächst laut Lerneinheit mit der Drehzahl, weil Schmieröl von den rotierenden Zahnrädern verspritzt wird?

Erklärung

Planschverluste entstehen, wenn Schmieröl von den rotierenden Zahnrädern verspritzt wird, und wachsen wie die Lagerverluste mit der Drehzahl. Verzahnungsverluste (Gleitreibung) sind dagegen bei Schneckengetrieben dominant, Dichtungsverluste meist der kleinste Anteil.

Quelle: Wirkungsgrad von Getrieben berechnen →
Frage 5 von 10

Aus welchen drei Zahnrad-Elementen besteht ein Planetengetriebe (neben dem Steg)?

Erklärung

Ein Planetengetriebe besteht aus Sonnenrad, mehreren Planetenrädern und dem Hohlrad, die gemeinsam mit dem Planetensteg die Last auf mehrere Zahneingriffe verteilen.

Quelle: Planetengetriebe: Aufbau, Funktion und Auswahl →
Frage 6 von 10

Was unterscheidet ein Hypoidgetriebe von einem Spiralkegelradgetriebe?

Erklärung

Das Hypoidgetriebe ist eine Sonderform des Spiralkegelrads mit axialem Achsversatz – das ermöglicht kompaktere Bauräume und höhere Übersetzungen, senkt aber den Wirkungsgrad durch zusätzliche Gleitanteile.

Quelle: Kegelradgetriebe: Bauformen und Auswahlkriterien →
Frage 7 von 10

Welche beiden Nachweise stehen bei der Tragfähigkeitsberechnung nach DIN 3990/ISO 6336 im Mittelpunkt?

Erklärung

DIN 3990 und ISO 6336 prüfen die Tragfähigkeit von Stirnradgetrieben anhand zweier Nachweise: der Zahnflankentragfähigkeit (Grübchenbildung durch Flächenpressung) und der Zahnfußtragfähigkeit (Biegespannung an der Zahnwurzel).

Quelle: Stirnradgetriebe: Grundlagen und Auslegung →
Frage 8 von 10

Welche Aussagen zur Selbsthemmung sind richtig? (Mehrfachauswahl)

Erklärung

Vibration, Stöße und Erwärmung senken den wirksamen Reibwert und können Selbsthemmung aufheben (A). Statische Selbsthemmung setzt einen statischen Wirkungsgrad (Anlauf aus dem Stillstand) unter rund 0,5 voraus; Getriebe mit über 90 % Wirkungsgrad erreichen das nicht (C) – Planetengetriebe (90–98 %) sind daher nie selbsthemmend (D falsch). Ohne einen für den Einsatzfall belastbaren Nachweis ersetzt Selbsthemmung keine normgerechte Haltebremse (B falsch) – Getriebehersteller weisen ausdrücklich darauf hin, dass Selbsthemmung keine Bremse ersetzt.

Quelle: Selbsthemmung bei Getrieben →
Frage 9 von 10

Ein Motor dreht mit n₁ = 1.000 min⁻¹, das Getriebe hat die Übersetzung i = 8. Wie groß ist die Abtriebsdrehzahl n₂ in min⁻¹?

min⁻¹
Erklärung

n₂ = n₁ / i = 1.000 / 8 = 125 min⁻¹.

Quelle: Wirkungsgrad von Getrieben berechnen →
Frage 10 von 10

Ein zweistufiges Getriebe hat die Stufenwirkungsgrade η₁ = 0,96 und η₂ = 0,95. Wie groß ist der Gesamtwirkungsgrad η_ges in %?

%
Erklärung

η_ges = η1 × η2 = 0,96 × 0,95 = 0,912 = 91,2 %.

Quelle: Wirkungsgrad von Getrieben berechnen →

Vertiefung (optional)

Die sechs Getriebe-Ratgeber der Website, falls Sie tiefer einsteigen möchten. Für die Lerneinheiten und den Selbsttest dieses Moduls ist das Lesen nicht erforderlich.

+49 [40] 5388921-11 sales@tea-hamburg.de